Planet X = Nibiru - zwischen Dichtung und Wahrheit

Überarbeitet am 01.01.10

Nibiru erscheint rot am Himmel, Größe zwischen Mars und Venus in Konjunktionsstellung (uns am Nächsten)


Es ist schon erstaunlich, es gibt 2 Extreme: die Wissenschaft rechnet auf der einen Seite den Planeten Nibiru – Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems – einfach raus - ohne jeden Beweis. Jede Anfrage wird nicht beantwortet.
Ein Gegenbeweis ist aber recht einfach.

Die andere Seite sieht Nibiru seit 2003 jedes Jahr kommen - aber ganz bestimmt 2012!

Unter diesen Umständen wäre er eigentlich schon zu sehen - aber er braucht noch über 600 Jahre!


Prof. Steel in seinem Buch "Zielscheibe Erde, Kosmos 2000, Stuttgart" wies zunächst darauf hin, dass der Planet X mindestens 6-fache Erdmasse haben sollte (um 36*10^24 kg nach P. Lowell). Aber eine Neuberechnung der Planetenmassen von Saturn und Neptun schließe einen Planeten X aus. Ohne Nachprüfung scheint die Angabe logisch – ist aber demagogisch.
http://www.edge.org/3rd_culture/bios/steel.html

Nach dem Motto: Was ein Prof. sagt, darf nicht angezweifelt werden!?

Mit Hilfe von Daten u. a. der Zeitschrift „Astronomie Heute“ habe ich das Gegenteil bewiesen:

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/840775 - mit weiteren Literatur-Angaben.

URL wurde vom Verlag wegen "Rahmenüberschreitung" gelösst.


In der folgenden Tafel trete ich den einfachen Gegenbeweis an.

Deistung, K.: Hat Nibiru (Planet X) Zeit? Magazin 2000plus, 4/2006, S. 88 – 95, s. Auszug in folgender Tafel, überarbeitet:

Tafel: Daten von Planetenmassen in 10^24 kg über 35 Jahre (Erde zum Vergleich)

Planet ......1974 [MD] ..1993 [GW] ..2004 I-net -------- 2009
-----------------------------------------------------------------------------------------
Erde ............. 5,976 .......... 5,976 .......... 5,975 -------- 5,974 [WE]
Saturn ...... 568,4 .......... 568 .... ........ 568,5 -------- 568,5 -- [WS]
Uranus ------ 86,76 -------- 87,0 ---------- 86,83 -------- 86,81 - [WU]
Neptun .. .. 102,9 .......... 103 ............. 102,5 -------- 102,43 - [WE]


[MD] Martynow, D. JA.: Die Planeten. BSG B. G. Teubner, Leipzig 1974
[GW] Gitt, W.: Signale aus dem All. Christliche Literaturverbreitung, Bielefeld 1993
[WS] Wikipedia: Saturn (Planet). http://www.wikipedia.org/wiki/Saturn_(Planet)
[WU] Wikipedia: Uranus (Planet). http://en.wikipedia.org/wiki/Uranus_(Planet)
[WE] Wikipedia: Erde. http://www.wikipedia.org/wiki/Erde_(Planet)
[WN] Wikipedia: Neptun (Planet). http://www.wikipedia.org/wiki/Neptun_(Planet)

 


Nun setzt der Paragon Verlag dem noch eins drauf:


In seinem Buch „Astronomie“ [DJ] wird behauptet, dass die „Neptunmasse falsch berechnet“ wurde und es einen Planeten X gar nicht geben kann. Wie wissenschaftlich die Recherche war zeigt der Fakt, dass Prof. Steel noch 2 Planeten brauchte – dem Parragon Verlag genügte nur noch einer [DN] davon.

[DJ] Duncan J.: Astronomie. Parragon 2006
[DN] Deistung, K.: Neptun reicht neuerdings schon! Leserbrief vom 17.12.2006

http://www.astronomie-heute.de/artikel/860428&_z=798889



Einen ganz besonderen "Gegenbeweis" trat Prof Lesch an [LG].


Er bemühte einen britischen Kollegen - dessen Name auch nicht auf mehrfache Nachfragen zu erfahren war. Er wäre mit Hilfe der Sonde Pionier 10 im Oktober 1999 - nach einer Analyse von Kometenbahnen - auf einen möglichen Störfaktor in einer mögliche Entfernung von einem halben Lichtjahr von der Sonne gestoßen. Dabei ging er von einer Planetenmasse des 10. Planeten von 1-10 Jupitermassen aus - und das wäre unmöglich.

[LG] Lesch, H., alpha-Centauri: Gibt es einen 10. Planeten?
http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-planeten-2001-ID1208434040718.xml


So wurde auf ganz verschiedene Arten "hochwissenschaftlich" ein in den sumerichen Keilschriften überlieferte Planet einfach "rausgerechnet". Da es wohl selten ist, dass einer die drei Beispiele kennt, kann sich die Schulwissenschaft solche faulen Eier "leisten" - ohne dass es normal auffällt.

Das stärkt doch das Vertauen der "einfachen" Menschen in die Schulwissenschaft!?

Aber vergleichen wir mal ein historisch bedeutendes Zitat: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erden, als Eure Schulweisheit sich erträumt“ (Hamlet, William Shakespeare, 1564 - 1616)


Auf der anderen Seite gibt es „Katastrophen“-Autoren, die Nibiru schon seit 2003 - und jedes Jahr neu - erwarten, aber ganz bestimmt 2012!

Sie haben sehr schlecht recherchiert und bringen Manches durcheinander.

Zum folgenden Buch habe ich eine Rezension - bei Amazon.de - geschrieben:


Das Planet X Survival-Handbuch für 2012 und danach - mit Rezension von mir
von Jacco VanderWorp (Autor), Marshall Masters (Autor), Janice Manning (Autor), Jacco van der Worp (Autor)



Planet X zwischen Dichtung und Wahrheit, 16. Dezember 2008

Das Buch ist mehr Dichtung als Wahrheit, die es aber verbreiten will. Der Grundfehler liegt in den nur mangelhaften naturwissenschaftlichen Kenntnissen der Autoren über den Nibiru, die Mathematik und den Polsprung, die ja Grundlage für das Buch sind, sein sollen.

Was die Planet X Nibiru-Bahn anbelangt schrieben die Autoren: "Eine Vielzahl von Quellen und Hinweisen leitete einen langwierigen Prozess des Herumprobierens ein..."1) - das hat mit sachlichem Herangehens nichts zu tun. Man gibt Daten in einen Rechner und erhält die Bahn.

Ebenso unsachlich wird das Problem Polsprung abgehandelt. Die Erdkruste kann sich nicht komplett über dem Kern drehen, das kann man aber gut recherchieren.


Wenn sie Sitchins Bücher lesen - die Autoren haben ihn zwar erwähnt, eher eine Schutzbehauptung - dann erfährt man, dass der Planet X noch Jahrhunderte benötigt. Von einem braunen Zwerg ist da auch nirgends die Rede.

Durch ständige Wiederholungen auch der falschen Fakten versucht man mehr Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

Der Planet kommt seit 4 Milliarden Jahren alle 3600 Jahre durch den Asteroidengürtel, bisher über 1 Million Mal. Der Nibiru ist von den Anunnaki, die, die vom Himmel auf die Erde kamen, bewohnt. Sie haben die Sumerer und andere Völker unterrichtet, die uns ihre Aufzeichnungen und Erkenntnisse hinterlassen haben. Von Nibiru geht 2012 keine Gefahr aus!

Seine Größe am Himmel in der günstigsten Stellung ist etwa die halbe große Venus in rot. Deshalb ist die rote Scheibe in den Inschriften im Tal der Könige Nibiru - nicht die Sonnenscheibe. Nibiru kommt 150 Grad zur Ekliptik vom Süden her. Die Gegenläufikeit wird durch 150 Grad statt 30 Grad zum Ausdruck gebracht.

Nibiru war mit verantwortlich für die Sintflut vor 13.000 Jahren. Die Warmzeit nach der Eiszeit hatte schon über 2000 Jahre auch das Eis auf den Bergen der Antarktis gelockert, die Anziehungskraft Nibirus (Sumer Netzkraft) ließ große Stücke ins Meer gleiten, löste so einen Megatsunami aus und damit die Sintflut. Das von den Autoren geschilderte Katastrophenszenario (4. U-Seite) kann so nicht stattfinden.
So dient das Buch mehr der Verwirrung denn als Hilfe der Menschen. Aber auch das kann manchmal Absicht sein.

1) die Methode MUP - lässt grüßen: Methode des unbekümmerten Probierens


Das Nexus Magazin machte ein "Interview mit Planet-X-Forscher Marshall Masters"
Mein Kommentar dazu vom 13.01.09 in:

http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/interview-mit-planet-x-forscher-marshall-masters/2



Im Bild sind die Bahnen der beiden Planeten Nibiru mit starker Elipse und Neptun mit Kreisbahn, sowie die des Halleyschen Kometen zur Gegenüberstellung dargestellt.

Nibiru und Halleyscher Komet haben die gleiche Drehrichtung: retrograd = entgegengesetzt zu den Planeten in unserem Sonnensystem.


Die Sonne steht in den Koordinaten [0:0], die Erde ist 1 AE von der Sonne entfernt
, hier nicht mehr darstellbar.

Die Skalen sind in AE und linear

 


Bild 1: Die elliptischen Bahnen von Nibiru und dem Halleyschen Kometen im Vergleich zur Kreisbahn des Neptun, Sonne 0:0, linearer Maßstab


Bild 2: Innere Planeten unseres Sonnensystems im linearen Maßstab mit Nibiru

 


Herr Lloyd nannte sein Buch Dunkelstern [LA]. Es ist abschnittsweise mit Literatur belegt und besser recherchiert. Ein Dunkelstern ist eine nicht gezündete Sonne.

Nibiru ist hier Planet X, Dunkelstern, brauner Zwerg - manchmal weiß man nicht mehr, wer nun gemeint ist.
Der Autor bezieht sich positiv auf Z. Sitchin, erläutert bis zur Hälfte eine Menge Fakten, die er aber später zum Teil wieder vergisst.

Sein Ziel ist es, die Existenz eines Dunkelsterns – den er doch nicht findet – zu beweisen. Dabei verliert er im letzten Drittel immer mal die anfängliche Sachlichkeit.

[LA] Lloyd, A.: Dunkelstern: Planet X - die Beweise. Kopp, Rottenburg 2008

Rezension unter: http://www.amazon.de/gp/product/3938516836

 

Zur Erklärung passt sehr gut ein Buch von

Zecharia Sitchin (Autor), zu dem ich auch eine Rezension – bei Amazon.de - schrieb:
Das verschollene Buch ENKI. Erinnerungen und Prophezeiungen eines ausserirdischen Gottes


All diese Götter kamen vom Nibiru!


Geschichte(n) von 3 Planeten und ihren Helden


Enlil resümierte im Jahr 3760 v. Chr., dem letzten Besuch des Königs vom Nibiru Anu auf der Erde: "Die Erschaffung der Erdlinge war unsere größte Leistung... 'Enki ließ' alle Ereignisse und Entscheidungen, seit Nibiru bis zu diesem Tage auf der Erde, getreulich aufzeichnen als einen Führer für künftige Generationen."


Aufgezeichnet wurden die Ereignisse auf 14 Tafeln. Wir sind nicht allein im All, nicht einmal in unseren Sonnensystem - und könnten in der Gegenwart eine Menge aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen!


Dieses Buch behandelt Ereignisabschnitte aus einer Zeit von etwa 500.000 (fünfhunderttausend) Jahren.
Die Anunnaki "Die, die vom Himmel zur Erde kamen" - vom Nibiru, dem Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems - kamen vor über 400.000 Jahren. Sie haben auf der Erde Gold vermutet, gefunden und abgebaut. Das Gold benötigten sie zur "Reparatur" der Atmosphäre ihres Planeten und haben es in Nanostrukturen erfolgreich eingesetzt.

Für die Menschen in Amerika des 16. Jahrhunderts war es das Metall der Götter, das auch sie förderten und zu hervorragenden Kunstgegenständen verarbeitet hatten.


Die Verhältnisse und Lebensbedingungen auf diesem 10. Planeten im Sonnensystem werden grob angegeben. Nibiru - etwa Neptungröße - benötigt für einen Sonnenumlauf 3600 Jahre (1 Schar) und die Menschen können 100 Schars (wir 100 Jahre) leben.

Die Anunnaki haben den Homo Sapiens mit Hilfe uns heute auch bekannter Hochtechnologien vor über 200.000 Jahren geschaffen. Nach der Sintflut vor knapp 13.000 Jahren - schon im Löwenzeitalter - haben sie die Pyramiden in Ägypten als optischen und elektronischen Orientierungspunkt für ihre Raumfahrt gebaut. Der Sphinx Löwe soll uns symbolisieren, das der Pyramidenkomplex im Löwenzeitalter gebaut wurde und damit viel älter ist, als uns die Ägyptologie erzählt.

In Ägypten erfährt man auch auf Anfrage: "Wir wissen nicht, wie die Pyramiden wirklich gebaut wurden."

Vor knapp 6.000 Jahren haben sie begonnen, verschieden Hochkulturen zu entwickeln wie in Sumer, Ägypten und Indien (Harappa).

Einige Ereignisse werden sehr anschaulich und detailliert beschrieben - ein Stückchen Chronik über drei Planeten unseres Sonnensystems, denn der Mars spielt auch eine Rolle.

 

 

Zurück zur Startseite